Geschichte
Anfang der 90er Jahre starteten wir mit einer für damals verhältnismäßig großen Fläche von drei Hektar Spargel. Heute ist es neben der Erdbeere unsere wichtigste Kultur mit ca. 45 Hektar Bleichspargel und 11 ha Grünspargel.
Mit Beginn der Spargelernte eröffnen wir ca. Anfang April unsere Verkaufsstände.

Anbau

Nach zwei kleineren Ernten hat die Spargelpflanze im dritten Jahr ihr volles Ertragspotenzial erreicht und wird insgesamt ca. acht Jahre ab Pflanztermin beerntet.
Bereits im November werden auf den Flächen, die wir verfrühen möchten, Spargeldämme gezogen und schwarze Folien aufgelegt.
Somit können wir im Februar unsere Minitunnel aufstellen um einen optimalen Verfrühungseffekt zu erzielen.

Die Luft zwischen den Minitunneln und den Spargeldämmen erwärmt sich, sobald im Februar die ersten Sonnenstrahlen herauskommen.

Im Frühjahr werden die neuen Spargelpflanzen in die Erde gepflanzt. Im ersten Jahr wachsen die Stangen durch und blühen auf. Im zweiten Jahr können die Anlagen bereits für kurze Zeit gestochen werden.

Auf diesen Flächen können je nach Witterungsverlauf zwischen Ende März und Mitte April die ersten Spargelstangen gestochen werden.
Im Anschluss daran beginnt die Haupternte auf den Flächen, die nur mit schwarzer Folie abgedeckt wurden. Da diese verfrühten Flächen nicht bis Ende Juni gestochen werden können, decken wir einen Teil der Spargeldämme mit weißer Folie ab, wodurch das Wachstum verzögert wird. Diese Flächen können bis Ende Juni geerntet werden.

Danach werden die Folien entfernt und die Flächen ruhen gelassen, damit der Spargel durchwachsen kann. Das üppig wachsende Spargelgrün benötigen die Spargelpflanzen um ausreichend Reservestoffe für die nächste Spargelernte einzulagern.

Ernte

Knapp 50 Spargelstecher aus Polen und Rumänien helfen uns jedes Jahr bei der aufwändigen Spargelernte. Unterstützt werden sie dabei von den so genannten
Spargelspinnen. Nach dem Stechen wird der Spargel gewaschen und mit Hilfe eines Schockkühlers möglichst schnell auf 2 Grad herunter gekühlt.

Die blauen Spargelspinnen sind batteriebetrieben und erleichtern den Spargelstechern die Arbeit.

Für jede Spargelsorte gibt es eine unterschiedliche Kistenfarbe. So weiß jeder sofort Bescheid, welche Sortierung sich in der Kiste befindet.

Spargelsortierung

I Extra:

• kräftige, gleichmäßige, weiße Stangen
• geschlossener Kopf
• optisch einwandfrei
• geringer Abfallanteil beim Schälen im Vergleich zu den anderen Sorten
Verwendung: Stangengemüse, gut bei Einladung von Gästen

I. Wahl:

• gleichmäßige weiße Stangen
• optisch einwandfrei
• geringere Stärke als 1 Extra
Verwendung: wie I Extra auch gut bei Einladung von Gästen

II. Wahl:

• vollständige Stangen von geringerer Stärke als I. Wahl
• teilweise krumme Stangen
• Köpfe teilweise leicht aufgeblüht
• teilweise violette Stangen
Nachteil: mehr Abfall beim Schälen als I. Wahl und I Extra
Verwendung: für alle Spargelgerichte

Lange Spitzen:

• Spitzen, die nur zur Hälfte geschält werden müssen (untere Enden)
• sehr geringer Schalenanteil, dies bedeutet wenig Verlust
• hohe Qualität durch größeren Spitzenanteil (schmecken am besten)
Verwendung: für alle Spargelgerichte

Dünne Spitzen

• Dünne Spitzen müssen nicht geschält werden
• 100 % Spargel (kein Abfall)
• hohe Qualität
• kurze Garzeit
Verwendung: Salate, Suppen, Beilagen Gemüse

Violetter Spargel:

• vollständige, gerade Stangen mit unterschiedlicher Stärke und violettem Kopf
• durch violettem Kopf ist der Spargel herzhafter im Geschmack als die anderen Sorten
• günstiger, weil nicht so ästhetisch
Verwendung: für alle Spargelgerichte
Warum ist der Spargel Violett?
Durch direkte Sonneneinstrahlung färbt sich der Kopf violett (weiß > violett > grünlich, Beginn
Photosynthese Prozess) => zu spät gestochener Spargel

Haushaltsspargel:

• Stangen unterschiedlicher Stärke, die durch ihre Optik u. Ästhetik nicht den anderen Sorten
zuzuordnen sind
• Günstige Alternative => schmeckt genauso gut

Extra Dicker:

• Spargel mit überdurchschnittlichem Durchmesser
• wenig Abfall
• günstig